Förderverein Biosphärengebiet Südschwarzwald/BI-Herzogenhorn.de


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Förderverein Biosphäre Südschwarzwald


Die einzigartige Kulturlandschaft des Südschwarzwaldes mit Weidflächen und Grünland, Mooren und Wäldern, Vieh- und Waldwirtschaft, Handwerk und Gewerbe, Tourismus und Naherholung soll als UNESCO-Biosphärenreservat die große Chance bekommen, als Lebensraum für Mensch und Natur heute und für nachfolgende Generationen das Zusammenleben, die wirtschaftliche Basis und die Kultur zu entwickeln.
Aus der Bewohnerschaft heraus wollen wir aktive Beiträge zur Gestaltung einer sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltigen regionalen Entwicklung leisten und dafür am Rahmenkonzept und in der Trägerorganisation mitwirken.
Wir wollen allen Interessierten die Möglichkeit verschaffen,
teilzuhaben, kreativ zu werden und mitzugestalten!


Leitlinien der Vereinsaktivitäten

Wir halten es für unabdingbar, dass die Bürgerschaft von Anfang an aktiv einbezogen wird und dass das aufzustellende Regelwerk
die demokratische Teilhabe der BürgerInnen in einem offenen, transparenten und diskursiven Gestaltungs- und Mitbestimmungsprozess ermöglicht;
die langfristige, nachhaltige und positive
Wirkung für die Allgemeinheit zur Leitlinie für alle Akteure macht und dabei auf keine Gemeinde der Gebietskulisse verzichtet;vorhandenen Ängste und Vorbehalte, insbesondere der Landwirte als wesentliche Akteure im künftigen Biosphärengebiet, ernst nimmt, überzeugend aufklärt und eine Bevormundung der BewohnerInnen durch sog. Autoritäten und Experten weder fördert noch zulässt;Position dieses ländlichen Raumes strukturell im Sinne von Gleichheit und Solidarität gegenüber den Stadtgebieten stärkt;Biosphärengebiet als Lernort für nachhaltige Entwicklung erkennt und Lernen als integralen Prozess für sein Funktionieren vorsieht;der Entwicklung von Verantwortlichkeit und so mit einer neuen Partizipations- und Kooperationskultur verbunden wird.


Schwerpunkte der Vereinsarbeit
Der Förderverein setzt in der laufenden Gründungsphase und im Anschluss folgende Arbeitsschwerpunkte:
Durchführung von Informationsveranstaltungen mit engagierten Gruppierungen und Einzelpersonen mit dem Ziel, in jedem Ort ein '
Ortsforum' zu gründen, das Gestaltungsideen entwickelt und Projekte anstößt.eines Netzwerks von 'Ortsforen', die gemeinsam mit nichtstaatlichen Organisationen wie Schwarzwaldverein, BLHV, Naturschutzverbänden, usw. und mit staatlichen und kommunalen Institutionen in den Trägergremien mitwirken.
Unterstützung der kommunalen und staatlichen Akteure bei der Überzeugung, bei der Verbesserung des Informationsgrades und bei der Organisation der geforderten Beteiligung der Bevölkerung.Mitarbeit an Struktur und Rahmenkonzept zur Erfüllung der Anerkennungskriterien der UNESCO.in der LEADER-Aktionsgruppe zur Integration von Biosphärenprojekten in die Finanzierung der Regionalentwicklung.


Stand Mai 2015


Badische Zeitung vom 16.09.2013Für das demokratische Ausgestalten
BI Herzogenhorn wird zum Förderverein Biosphärengebiet Südschwarzwald / Matthias-Martin Lübke ist neuer Vorsitzender.
ST. BLASIEN. Der im Jahr 2004 gegründete Verein "Bürgerinitiative Herzogenhorn", der es sich den Schutz der Region rund um diesen Berg zum Ziel gesetzt hatte, hat die Ausrichtung verlagert und sich dementsprechend in "Förderverein Biosphärengebiet Südschwarzwald" umbenannt. Am Donnerstagabend wurde die geänderte Satzung beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt. der wesentlichen Aufgaben des Vereins ist "die demokratische Ausgestaltung des Entstehungsprozesses des Biosphärengebiets und die Teilnahme an seiner Verwaltung beziehungsweise seiner Trägerschaft, gemäß einem für eine Anerkennung durch die UNESCO notwendigen Bottom-up-Prozess", wie es in der Satzung wörtlich heißt.Verein will sich an Trägerschaft beteiligenDemgemäß erhofft sich der Verein einen starken Zulauf, soll doch mit seiner Hilfe bürgerschaftliches Engagement zum Tragen kommen, nicht nur im Vorfeld der Errichtung eines Biosphärengebietes, sondern auch langfristig bei der Mitarbeit in dessen Trägerschaft. Damit soll zugleich die Erhaltung der Kultur- und Naturlandschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gewährleistet werden.Entsprechend der vielfältigen Aufgabenstellung, die die Errichtung eines Biosphärengebietes beinhaltet, hat der Verein sich in der Satzung die Möglichkeit eröffnet, seinen Vorstand zu erweitern und gegebenenfalls eine Geschäftsstelle sowie einen Beirat einzurichten. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 24 Euro pro Jahr festgesetzt. Aktuell hat der Verein rund 30 Mitglieder, Austritte gab es aufgrund der strukturellen und inhaltlichen Umgestaltungsmaßnahmen bislang keine.Die bisherige Dreierspitze aus Ines Dangers-Bolder, Gerhard Geis-Tyroller und Angela Stöcklein trat zunächst formell zurück, neu gewählt wurden als Vorsitzender Matthias-Martin Lübke aus Häusern, als Stellvertreterin Ines Dangers-Bolder aus Feldberg und als Kassiererin Monika Schwinkendorf aus Häusern. In das neu geschaffene Amt der Beisitzer gewählt wurden Gerhard Geis-Tyroller und Annka Mickel. Zwei weitere Beisitzer können in der nächsten Mitgliederversammlung noch hinzukommen.Lübke betonte, dass damit der Verein die Möglichkeit erhalten soll, die Ausrichtung des Biosphärengebietes sowohl inhaltlich als auch räumlich möglichst breit zu repräsentieren. Kassenprüfer sind Michael Schäfer und Angela Stöcklein.Als Ausblick auf kommende Aktivitäten nannte der neue Vorstand eine Auftaktveranstaltung Mitte Oktober, die der Vorstellung des Vereins sowie der Mitgliederwerbung dienen soll. Eventuell werden bei dieser Veranstaltung auch Vertreter des Biosphärenreservats Bliesgau über ihre Erfahrungen berichten. Zuvor ist ein Treffen mit Umweltverbänden vorgesehen, wobei Lübke das Selbstverständnis des Vereins in Hinsicht der Zusammenarbeit mit allen bestehenden Gremien betonte.Walter Krögner, der als Gast seitens des Regierungspräsidiums anwesend war, ergänzte noch mit dem Hinweis auf eine Fahrt zu einem Biosphärengebiet in der Rhön (29. bis 31. Oktober) sowie auf die Planung einer Veranstaltung zum Schwerpunkt Landwirtschaft Ende Oktober oder Anfang November.


Der Vorstand des Fördervereins Biosphärengebiet Südschwarzwald setzt sich aktuell zusammen aus (von links) Gerhard Geis-Tyroller, Ines Dangers-Bolder, Monika Schwinkendorf, Annka Mickel und Matthias-Martin Lübke Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner


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